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Kalligraphie des Schriftzeichens âshaoâ [jung, gering]
Die drei Striche oben stellen zwei durch eine Mittellinie getrennte HĂ€lften dar und verweisen so auf einen Gegenstand, der durch Teilung verkleinert wurde.
der Strich unten weist auf eine zusĂ€tzliche Verkleinerung hin, so daĂ das Zeichen insgesamt âdas Kleinste des Kleinenâ bedeutet.
* Mit einem Tropfen wird aus groĂ: exzessiv.
Genauso wird durch einen Strich aus klein: wenig. [ tÀglich chinesisch
] *
Die Jungen brauchen FĂŒhrung, um zur Ganzheitlichkeit zu gelangen.

Das Leben kann als ein ProzeĂ betrachtet werden, bei dem wir tĂ€glich Kompromisse eingehen mĂŒssen und es mit unklaren Bedeutungen und ZwiespĂ€ltigkeiten zu tun haben.
Was heute richtig ist, kann morgen falsch sein. Was gut erscheint, kann allzu leicht zu etwas Schlechtem werden. Was die alten Menschen betrifft.
So fĂŒhren viele Jahre der EnttĂ€uschung oft zu Bitterkeit, die sich nur schwer vertreiben lĂ€Ăt. Es ist nicht gut, dieses GefĂŒhl an die Jungen weiterzugeben.
Jene Alten, die selbst das Tao erlangt hatten, richteten sich nicht lÀnger nach starren, festen Regeln. Aufgrund jahrzehntelanger Erfahrung vermochten sie inmitten aller
WidersprĂŒche des Lebens mit Finesse und Anmut zu handeln. Aber sie wussten auch, daĂ die Jungen das noch nicht konnten. Deshalb hielten sie es fĂŒr richtig,
den Jungen klare Regeln vorzugeben und mit einfachen Antworten auf Fragen einzugehen. Im Wissen, daĂ es die jungen Herzen danach verlangte, gut zu sein,
lehrten sie sie Verhaltensregeln, die solange nĂŒtzlich sie, bis daĂ der junge Mensch selbst die WidersprĂŒche des Lebens verstehen gelernt hat.
Die Jungen sind rein, unschuldig und zart. Die Jungen brauchen gute FĂŒhrung. Dazu sind einfache und klare Antworten nötig. Wenn die Jungen dann spĂ€ter ihren Weg gefunden
haben und lange auf ihm gegangen sind, werden sie von selbst die Regeln ĂŒberwinden.
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