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Lü-Dong Bing, genannt der Urahn Lü, einer der 8 Unsterblichen des Taoismus
. Er gilt als “Erfinder” des Tai-Chi Ch’uan
und wird in Asien als Meister vieler geheimer Künste verehrt. Es wird auch gesagt,
daß er als fähiger Stratege und Schwertkämpfer eine militärische
Laufbahn begonnen hat, aber später nach dem Geheimnis der Selbstvervollkommnung gesucht hat und als er sein Ziel erreichte,
soll er die Taoistische “Schule der Vollkommenen Wirklichkeit” gegründet haben. Das Geheimnis der goldenen Blüte,
ein grundlegendes Handbuch zur Meditation soll er ebenfalls verfaßt haben.
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In “Die drei Schätze des Dao” Basistexte der inneren Alchemie (Hrg. Thomas Cleary) in der deutschen Übersetzung von Micheline Rampe und Stephan Schuhmacher
(ISBN 3-596-122899-4) findet sich
die “Inschrift der Hundert Zeichen”. ein klassischer Text der dem Urahn Lü zugeschrieben wird. In dem oben aufgeführten Werk bringt Thomas Cleary auch
zu dieser Inschrift die überlieferten Kommentare von daoistischen Meistern aus der nördlichen und südlichen Schule des Taoismus.
Hier eine Version der Inschrift :
“ Willst Du die Energie nähren,
dann vergiß die Worte und bewahre die Einheit. Beherrsche den Geist, pflege das Nicht-Tun. Ob Du in Ruhe oder Bewegung bist - sei der ursprünglichen Quelle gewahr. Es gibt da kein Ding, was solltest Du suchen ?
Mit wahrer Beständigkeit antworte den Menschen; die, die den Menschen antworten, sollten sich vor der Verwirrung in Acht nehmen. Frei von Verworrenheit, so ist die Natur von selbst stabil und fest.
Ist die Natur stabil und fest, findet die Energie von selbst den Weg zum Ursprung zurück. Ist die Energie zurückgekehrt, bildet sich augenblicklich das Goldene Elixier. Im Tiegel verbinden sich Feuer und Wasser,
Yin und Yang steigen auf, folgen einander ununterbrochen im Wandel. Überall erschallt der Schlag des Donners. Weiße Wolken auf dem Gipfel.
Süßer Tau auf dem Polberg. Vom Wein des Langen Lebens getrunken, streifen sie frei umher; wer könnte sie erkennen ? Sitzen und lauschen der Musik der saitenlosen Zither.
Klares verstehen, das Wirken des schöpferischen Wandels. Diese zwanzig Zeilen sind gleich eine Leiter, die direkt in den Himmel führt.”
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“The Taoist Classics“, The collected Translations of Thomas Cleary * Volume Three * unter „Vitality, Energy, Spirit, S. 218 bis S. 234, ISBN 1-57062-487-9
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