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Huai-Nan : Bist du klar, ruhig und absichtslos, so wird der Himmel eine Zeit für dich vorsehen. Bist du bescheiden, genügsam und diszipliniert, so wird die Erde Reichtümer für dich hervorbringen. * Nimm die Welt leicht, und dein Geist wird nicht belastet. Sieh alles als unbedeutend an, und dein Geist wird nicht wirr. Betrachte Leben und Tod als gleichwertig, und dein Herz wird keine Furcht kennen. * Wer zu lernen weiß, ist wie die Achse eines Wagens: Die Mitte der Nabe bewegt sich nicht selbst, aber mit ihrer Hilfe legen wir tausend Meilen zurück und beginnen wieder, nachdem wir am Ende angekommen sind. So schöpfen wir aus einer nie versiegenden Quelle. Wer nicht zu lernen weiß, der ist verloren: Erkläre ihm die Himmelsrichtungen, und es kommt zu Mißverständnissen; da er von seinem eigenen Standpunkt aus zuhört, ist er ohne Orientierung, und es gelingt ihm nicht, den Kern der Sache zu erfassen. * Den Menschen, denen es gelingt, die tiefste Dunkelheit zu durchdringen und in das gleißende Licht einzutreten - mit diesen werden die Weisen über das Höchste reden. * Menschen, in denen das Empfinden die Gier überwältigt blühen auf, während Menschen, in denen die Gier das Empfinden bezwingt, zugrunde gehen. * Durch Gewohnheit geformte Begierden zehren an der Energie des Menschen; Vorlieben und Abneigungen belasten seinen Geist. Wir wollen uns ihrer schnell entledigen, um unseren Geist mit jedem Tag mehr zu stärken. * Laßt uns die Seele des Menschen ergründen und wir erkennen, daß gewohnheitsmäßige Wünsche, Vorlieben und Abneigungen nur Äußerlichkeiten sind. * Das, was wir Glücklich-Sein nennen, ist dort möglich, wo wir Menschen das schätzen, was wir haben. Wenn wir das schätzen, was wir haben, finden wir keinen Gefallen am Außergewöhnlichem, und wir halten Genügsamkeit eben nicht für einen jämmerlichen Zustand. * |
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Original-Bild aus dem Archiv des
Tao-Chi Dojo Mülheim

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