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Im Bild unten links erkennen wir das Zeichen für zwei Menschen, die mit der “Himmels-Säule” beschäftigt sind, dargestellt durch einen Stamm, der die obere und untere Welt verbindet. Dieses Bild von Magiern bzw. Schamanen findet sich auch in dem Schriftzeichen “Ling”, welches für die Wirkungskraft des Geistes “Shen” steht. Oben sieht man das Zeichen für einen Fuß, der in der Bewegung innehält und das Bild einer Waffe darüber: eine Hellebarde oder Lanze. Zusammengefaßt beschreiben die Kalligraphien: “einen, der die Lanze aufhält” und beschreibt damit den Krieger, der die Kontrolle über die Waffe hat. Aus der Sicht des Weges gibt das Zeichen auch eine starke Aussage über das Wesen, das Ziel wie die Praxis der Kampfkunst. Es sagt, daß das Ziel der Kampfkunst nicht das siegen über unsere Feinde ist, sondern daß die Ausübung der Kampfkünste ursprünglich ein Weg ist, um uns Selbst zu bezwingen . Deutlich lesen wir auch beim alten Meister Lao-Tze (33) : “Wer andere kennt, ist klug, wer sich selbst kennt, ist erleuchtet. Wer andere besiegt, hat Kraft, wer sich selbst besiegt, erhält Macht (Ling)”. Die Macht über die eigenen Waffen und die Waffen des Anderen zu erhalten durch die Ausübung von Kampftechniken, Meditation und Energiearbeit ( Qi-Gong ) ist eingebunden in das Konzept vom Weg des Kriegers als ein Weg mit Herz zur Vervollkommnung unserer Selbst.
Somit zielt ein Weg mit Herz immer auf den Frieden, das Erhalten von Frieden im Äußeren wie auch die Pflege unserer inneren Harmonie. Die Meister des Bogenschießens z.B. raten ihren Schülern, auf ihr eigenes Herz zu zielen: “Das wahre Ziel des Bogenschützen soll sein eigenes Herz sein.” (Kokoro - Das höchste Ziel des Kyudo, des japanischen Bogenschießens). Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch, daß sich die großen Meister der Kampfkünste mit den Künsten befaßt haben. Die Ausübung der Kalligraphie, der Musik, der Malerei, dem Blumen-Stecken und das Studium der Heilkünste, wie der Akupunktur auf den Grundlagen der kosmologischen Lehren von Yin und Yang, den 5 Elementen, führt als meditative Übung zur Erkenntnis von Welt, Natur und zum Verständnis für das innere Wesen unserer Selbst, dem Kern unseres Ichs. Cheng Man ch’ing, der große Meister der klassischen inneren Kampfkunst des Tai-Chi galt als ein Meister der sieben Künste. Eine seiner Aussagen möchten wir hier zitieren: “Wenn Herz und Pinsel in Übereinstimmung sind, dann wird unser tiefstes Wesen offenbart, selbst wenn wir nur ein Kreuz zu Papier bringen; denn wie könnte “der wahre Mensch” sich verbergen ?” Cheng Man ch’ing: “Dreizehn Kapitel zum T’ai Chi Ch’uan” - das Wissen des Meisters - * unten sehen Sie eine Kalligraphie des antiken Schriftzeichens |
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Qi-Gong :
Energie-Übungen im Tao-Chi
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