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9-4 Allgemeine SchlĂĽssel zur Regulierung der normalen Atmung
Als Qigong Anfänger sollten wir mit der Regulierung der normalen Atmung anfangen und uns nicht um andere Qi regulierende Atemtechniken bemühen. Dies führt uns allmählich zur Qi Atmung.
Es gibt acht SchlĂĽsselbegriffe fĂĽr die Luftatmung, an die sich ein Qigong Ăśbender bei den normalen AtemĂĽbungen erinnern sollte. Wenn wir dies einmal verstanden haben, werden wir die Zeit erheblich verkĂĽrzen,
um unsere Qigong Ziele zu erreichen. Diese acht SchlĂĽsselbegriffe sind:
Ruhig und leise (Jing). Der Geist ist ruhig und der Atem ist leise.
Wenn unser Geist ruhig und friedvoll ist, sind wir in der Lage, korrekt zu beurteilen, was geschieht und wir können unseren Atem wirkungsvoller regulieren.
Sofern wir nicht an speziellen Ăśbungen fĂĽr spezielle Zwecke teilnehmen, halten wir den Atem leise, so dass er entspannt und friedvoll ist.
Schmal (Xi). Wenn wir atmen, ist es wie ein winziger Fluss – es sollte harmonisch, natürlich und schmal sein. Dieser Schlüsselpunkt führt uns zu tieferen Stufen der Meditation und Entspannung.
Tief (Shen). Wenn wir tief atmen, ziehen wir die Luft in unseren Unterleib. Ziehen wir die Luft ein, indem wir mehr das Zwerchfell nach unten bewegen als den Brustkorb auszudehnen.
Wir dehnen die Brust nur dann aus, wenn wir eine spezielle BrustausdehnungsĂĽbung machen. Das tiefe Atmen fĂĽhrt uns zur Bauchatmung und bildet die Grundlage fĂĽr unsere Qigong Ăśbungspraxis.
Tiefes und vollständiges Atmen heißt nicht, dass wir bis zum äußersten Punkt ein- und ausatmen. Das würde dazu führen, dass sich die Lungen und die sie umgebenden Muskeln anspannen,
was wiederum die Luft daran hindern würde, frei zu zirkulieren und die Aufnahme von Sauerstoff behindert. Ohne genügend Sauerstoff wird der Geist zerstreut und der übrige Körper spannt sich an.
Bei der korrekten Atmung atmen wir bis zu 70 oder 80 % unserer Kapazität ein oder aus, so dass die Lungen entspannt bleiben.
Wir können ein einfaches Experiment durchführen. Atmen wir tief ein, so dass die Lungen vollständig gefüllt sind und halten wir die Zeit fest, wie lange wir den Atem anhalten können.
Versuchen wir dann, mit nur 70 % der Kapazität einzuatmen und schauen wir uns an, wie lange wir nun den Atem anhalten können. Wir werden feststellen, dass wir es mit der letzten Methode viel
länger können als mit der ersten. Das liegt einfach daran, dass die Lungen und die sie umgebenden Muskeln entspannt sind. Wenn sie entspannt sind, kann sich auch der Rest unseres Körpers und
unseres Geistes entspannen, wodurch sich die Notwendigkeit für Sauerstoff deutlich verringert. Deshalb ist es von höchster Wichtigkeit, die Lungen entspannt und ruhig zu halten, wenn wir den Atem regulieren.
Lang (Chang). Wenn wir atmen, sollten wir den Atem so lange wie möglich halten. Wir sollten uns aber daran erinnern, dass lang nicht heißt, den Atem dabei anzuhalten.
Um lang zu atmen, mĂĽssen die Lungen sehr entspannt sein und unser meditativer Geist muss eine tiefe Stufe erreicht haben. In diesem Fall verlangsamt sich der Herzschlag und wir werden weniger
Sauerstoff benötigen. Nur unter diesen Umständen kann unser Atem lang sein.
Ununterbrochen (You). Unser Atem muss harmonisch, natĂĽrlich und vor allem, ununterbrochen sein.
Sofern es nicht für spezielle Übungen ist, sollte der Atem ununterbrochen ohne Anhalten sein. Wenn wir den Atem stoppen oder anhalten, spannt sich der Körper an. Ununterbrochenes Atmen
hilft uns zu entspannen und fĂĽhrt uns zu einem tiefen meditativen Geist.
Gleichmäßig (Yun). Unser Atem sollte gleichmäßig sein. Wie wir vorher erwähnten,
ist der Atem von den Emotionen beeinflusst. Um Gleichmäßigkeit beim Atem zu erreichen, müssen wir den emotionalen Geist regulieren. Nur dadurch können wir den Atem gleichmäßig und harmonisch halten.

“
xin” der emotionale Geist
Langsam (Huan). Sofern wir keine speziellen Ăśbungen machen, muss sich der Geist verlangsamen und
sich fĂĽr das Atmen Zeit nehmen. Nehmen wir es leicht und seien wir natĂĽrlich. Beeilen wir uns nicht mit dem Ein- und Ausatmen.
Weich (Mian). Wenn wir atmen, sollte der Atem leicht und weich sein.
Weiches Atmen macht uns entspannt und fĂĽhrt uns zu einem tieferen meditativen Geist.
Aus dem Kapitel 9, Regulierung des Atems (Tiao Xi) in

“The Roots of Chinese Qigong
”, von Dr. Yang, Jwing-Ming
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