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“chi [qi]” - die Energie,
Beschreibung der Elemente eines alten Schriftzeichens
Das Schriftzeichen “qi“, „Atem“, „Dampf“, „Energie“ zeigt oben Dampf, der von fermentiertem Getreide ausgeht [in der östlichen Welt, Reis],
oder der von gekochtem Getreide aufsteigt.
Reis, Getreide und Samenkörner, die Früchte des Wachstums, beinhalten die Gedanken des Säens, der Pflege und der Ernte.
Sorgfältige Pflege im Einklang mit den Elementen, den Kräften der Jahreszeiten gehören dazu, Geduld und das Wissen der richtigen Zeiten. Im richtigen Durcharbeiten aller Stadien des Wachstums werden,
so wußten die alten Meister aus Erfahrung, gute Früchte reifen – aber auch die inneren Kräfte, die Tugenden zur Reife gelangen.
Das Zeichen “chi [qi]” besitzt eine Vielzahl von Bedeutungen und Anwendungsmöglichkeiten.
Es kann einmal „Atem“ bedeuten, beinhaltet aber nicht allein den Vorgang des Atems [für diesen gibt es auch das Schriftbild „xi“],
sondern verweist auf die Energie, welche das Atmen beinhaltet.

Jedes lebende Wesen besitzt nach den Anschauungen der östlichen Lehren „qi“. Das Universum selbst hat „qi“; und letztlich besitzt alles, was Energie aufweist „qi“.
Die Essenz eines lebenden Wesens, vermischt mit dem Atem, bildet einen „Dampf“, der seine essenzielle Energie ist.
“Dem Tao folgen heißt, dem Atem der Welt folgen.“
Wenn wir uns einer rein mechanistischen Weltanschauung verpflichtet fühlen, ist es schwer möglich, einen Zugang zum Wesen der Energie „qi“ in ihrer Vielschichtigkeit zu finden.
Die Biologie als Wissenschaft hat ein beeindruckendes Lehrgebäude errichtet, welche auf dem Sezieren von Organismen und der Entdeckung kleinster Körperkomponenten beruht.
Die Physik hat die Materie bis in feinste Partikel aufgespaltet, welche sich bereits dem Nichts annähern. Doch wo ist da ein Weg, der uns erkennen läßt, wie ein Wesen insgesamt funktioniert?
Wo ist da ein Weg, um zu begreifen, wie das Leben an sich funktioniert?
Das Tao mechanistisch zu erklären ist genauso wenig möglich, wie das Leben zu erklären, das sich hinter dem Atem verbirgt.
Wenn wir aber spüren, daß dem Leben ein natürlicher Atemfluß innewohnt, und wenn wir in Harmonie mit ihm leben wollen, dann ist Tao etwas für uns.
Ein Aspekt bei der Kunst des „unterwegs seins“ [dem Tao zu folgen], besteht darin, die Ganzheit und Harmonie zu studieren und zu begreifen. Wenn wir dies nicht gewohnt
sind, ist es schon eine Herausforderung, die Umdenken, das Einstudieren neuer Sichtweisen und vor allem das Training unserer Wahrnehmung beinhaltet. [ “mo”, Feingefühl, Spürsinn, studieren ]
Der Nachdruck liegt auf der Größe des Lebens, nicht auf der Kleinheit der Teile. Lernen wir das Leben nicht als Zusammenwirken von Einzelteilen zu betrachten, sondern als großartige Bewegung des Ganzen.
Der Atem ist der erste Hinweis auf Leben. So macht es daher Sinn, unseren Atem zu beobachten und zu studieren, wenn wir das Lebendige studieren wollen. So wie wir alle atmen, atmet alles Lebendige.
Dem Tao folgen heißt, in harmonischer Übereinstimmung mit ihm zu atmen. Ein lohnendes Projekt, aus dem wir viel Nutzen nicht allein für unsere Gesundheit, sondern auch für unsere geistige Entwicklung ziehen können.
nach Deng Ming-Dao

Tao im Täglichen Leben [S. 44 ff.]
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Das Befassen mit dem Atem ist in den meisten uns bekannten
Weisheits- und Meditationsschulen ein essenzieller Bestandteil des Übens nicht nur auf dem Grundschul-Level.

Beispiel für Grundschule der yogischen Atempraxis des sogenannten Pranayama.
In der Praxis des Qigong [Chigung, Chi Kung, Qi-Gong] geht es u.a. auch um Atemschule.
Wenn Sie das Thema des Atems interessiert, empfehlen wir Ihnen auch unsere Artikel zu “xi“ [der Atem]

und einige Auszüge zum Thema Schule des Atems [1] [2] [3]
Danke für Ihr Interesse.
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Diagramm der Vitalisierung
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